A-Jugend belohnt sich für emotionalen Auftritt
HC Elbflorenz – HLZ Friesenheim/Hochdorf 41:39
Große Freude bei der A-Jugend des HC Elbflorenz: Im ersten Heimspiel der neuen Jugendbundesliga-Saison haben sich die Jungtiger die ersten beiden Punkte gesichert. Gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf setzte sich die Mannschaft nach einer intensiven und über weite Strecken hochklassigen Begegnung mit 41:39 durch. Dabei überzeugten die Dresdner vor allem mit großer Emotionalität, einer zwischenzeitlich starken Abwehrleistung und der nötigen Ruhe in einer spannenden Schlussphase.
Nach der Auftaktniederlage beim TVB Stuttgart war der Mannschaft anzumerken, wie groß die Vorfreude auf den ersten Bundesliga-Auftritt vor heimischem Publikum war. Von Beginn an brachte das Team viel Energie und Leidenschaft auf die Platte und behielt diese Emotionalität über die gesamten 60 Minuten bei. Sportlich erwischte allerdings zunächst Friesenheim/Hochdorf den besseren Beginn. Die Dresdner agierten im Angriff noch etwas zu fehleranfällig und leisteten sich einige einfache Ballverluste. Die Gäste nutzten diese Situationen konsequent und konnten sich früh einen Vorteil erarbeiten. Das Trainerteam reagierte mit einer frühen Auszeit. Diese zeigte Wirkung: Die Jungtiger fanden anschließend deutlich besser in die Begegnung und schafften es, die anfängliche Nervosität abzulegen.
Vor allem die Defensive entwickelte sich nun zum entscheidenden Faktor. Mit deutlich mehr Aggressivität, gegenseitiger Unterstützung und einem besseren Zugriff auf die direkten Duelle gelang es den Dresdnern immer häufiger, das Angriffsspiel der Gäste zu unterbrechen. Aus der starken Abwehrarbeit entstanden zahlreiche Ballgewinne – und damit genau die Situationen, in denen der HC seine Geschwindigkeit ausspielen konnte. Mit jedem erfolgreichen Ballgewinn wuchs das Selbstvertrauen. Die Jungtiger schalteten schnell um und kamen über ihr Tempospiel immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten. Aus einem schwierigen Beginn entwickelte sich so eine Phase, in der der HC Elbflorenz zunehmend die Kontrolle über die Begegnung übernahm.
Die Dresdner spielten nun mit deutlich mehr Sicherheit und schafften es, sich Stück für Stück abzusetzen. Gleichzeitig blieb die Intensität in der Defensive hoch. Friesenheim/Hochdorf musste sich seine Treffer zunehmend hart erarbeiten, während der HC auf der anderen Seite konsequent die sich bietenden Möglichkeiten nutzte. Bis zur Halbzeit hatten die Jungtiger die Partie vollständig gedreht und sich einen Sechs-Tore-Vorsprung erarbeitet. Nach dem schwierigen Start war dies das Ergebnis einer starken Reaktion und einer überzeugenden ersten Hälfte, insbesondere in der Abwehr und im daraus resultierenden Tempospiel.
Nach dem Seitenwechsel gelang es den Dresdnern allerdings zunächst nicht, an die starke Phase vor der Pause anzuknüpfen. Ähnlich wie zu Beginn der Begegnung schlichen sich wieder einige einfache Fehler in das eigene Angriffsspiel ein. Dadurch verpassten es die Jungtiger, den Vorsprung weiter auszubauen und frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen. Stattdessen blieb Friesenheim/Hochdorf im Spiel und nutzte die Dresdner Fehler, um den Rückstand Stück für Stück zu verkürzen. Die Gäste erhöhten nun ihrerseits den Druck und machten aus einer zwischenzeitlich komfortablen Dresdner Führung wieder eine offene Begegnung. Der HC musste zunehmend um seinen Vorsprung kämpfen. In der 48. Minute war die Partie schließlich wieder völlig offen: Friesenheim/Hochdorf verkürzte auf nur noch einen Treffer. Die starke erste Halbzeit war damit nahezu aufgebraucht und die letzten zwölf Minuten versprachen eine echte Bewährungsprobe für die junge Dresdner Mannschaft zu werden.
Gerade in dieser schwierigen Phase zeigte sich jedoch eine der großen Qualitäten des Dresdner Auftritts. Statt nach dem beinahe vollständigen Verlust des Vorsprungs hektisch zu werden, fanden die Jungtiger wieder zu ihrer Linie zurück. Die Mannschaft stabilisierte sich, reduzierte die Fehler und spielte die entscheidenden Angriffe mit der notwendigen Geduld. Auch defensiv gelang es wieder häufiger, Friesenheim/Hochdorf vor schwierige Entscheidungen zu stellen. So entwickelte sich zwar eine enge Schlussphase, die Dresdner ließen sich von der Spannung jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Die Crunchtime wurde erstaunlich abgeklärt bestritten. Immer wieder fand der HC die passende Antwort auf die Treffer der Gäste und verteidigte seinen knappen Vorsprung.
Nach 60 intensiven Minuten stand schließlich ein umjubelter 41:39-Heimsieg auf der Anzeigetafel – und damit waren die ersten beiden Punkte in der Jugendbundesliga perfekt.