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HC Elbflorenz Dresden
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2. Bundesliga

Torfestival der B-Jugend in Berlin

B-Jugend belohnt sich in Berlin mit zwei Punkten

Jugendbundesliga: SG NARVA Berlin – HC Elbflorenz 40:46

Die B-Jugend des HC Elbflorenz hat sich in der Jugendbundesliga die nächsten beiden Punkte gesichert. Bei der SG NARVA Berlin setzten sich die Jungtiger nach einem schwierigen Start mit 46:40 durch. In einer temporeichen Begegnung mit insgesamt 88 Ballbesitzen mussten sich die Dresdner den Erfolg allerdings hart erarbeiten. Vor allem die Reaktion auf den frühen Rückstand und ein starker Schlussspurt waren am Ende entscheidend. Dabei präsentierten sich die Berliner deutlich stärker als in ihren ersten beiden Saisonspielen und machten dem HC über weite Strecken das Leben schwer. Die Jungtiger benötigten zunächst einige Zeit, um defensiv Zugriff zu bekommen und offensiv die vorhandenen Möglichkeiten konsequenter zu nutzen.

Die Gastgeber kamen mit viel Energie in die Partie. Der HC Elbflorenz fand zunächst nur schwer in die eigene Deckungsarbeit und ließ NARVA zu häufig zu guten Abschlussmöglichkeiten kommen. Gleichzeitig blieben auf der anderen Seite mehrere eigene Chancen ungenutzt. Berlin wusste diese Dresdner Startschwierigkeiten zu bestrafen und erspielte sich früh einen Vorsprung. Beim 9:5 lagen die Gastgeber erstmals mit vier Treffern vorne und hatten das Momentum zunächst klar auf ihrer Seite. Die Jungtiger ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Statt einem frühen Rückstand hinterherzulaufen und dabei zunehmend hektisch zu werden, arbeitete sich die Mannschaft Schritt für Schritt in die Begegnung hinein. Ein wichtiger Faktor war dabei die Umstellung auf eine offensivere Deckung. Der HC bekam dadurch mehr Zugriff auf das Berliner Angriffsspiel, konnte die Gastgeber früher unter Druck setzen und erarbeitete sich zunehmend Ballgewinne.

Mit der verbesserten Defensive änderte sich auch das Bild der Begegnung. Die Dresdner konnten ihr eigenes Tempospiel häufiger aufziehen und den Rückstand kontinuierlich reduzieren. Gleichzeitig fanden die Jungtiger im Positionsangriff zunehmend bessere Lösungen. Auch wenn weiterhin nicht jede gute Möglichkeit genutzt wurde, übernahm der HC immer mehr die Kontrolle. Die Aufholjagd wurde noch vor dem Seitenwechsel belohnt. Aus dem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand machten die Dresdner eine eigene Führung und gingen schließlich mit einem 21:19-Vorsprung in die Halbzeitpause. Nach dem schwierigen Beginn war dies vor allem das Ergebnis einer guten Reaktion: Die Jungtiger passten ihre Deckung an, blieben geduldig und fanden über eine höhere defensive Aktivität immer besser in ihr eigenes Spiel.

Wer nach der Pause mit einer frühen Entscheidung zugunsten des HC gerechnet hatte, sah sich zunächst getäuscht. NARVA blieb gefährlich und hielt die Begegnung weiterhin offen. Es entwickelte sich ein schneller Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften immer wieder zu Torerfolgen kamen. Gerade aufgrund des hohen Tempos gelang es keiner Seite, über einen längeren Zeitraum vollständige Kontrolle über die Partie zu gewinnen. In der 39. Minute war beim 29:29 wieder alles ausgeglichen. Die Begegnung drohte erneut in Richtung der Gastgeber zu kippen, doch die Jungtiger fanden die passende Antwort. Über das 34:32 setzte sich der HC auf 35:32 ab und verschaffte sich damit erstmals im zweiten Durchgang wieder etwas Luft. Doch auch dieser Vorsprung brachte noch keine Entscheidung. NARVA kämpfte sich erneut zurück und stellte beim 35:35 den Ausgleich her. Damit war klar: Die Entscheidung musste in der Schlussphase fallen.

Gerade in dieser entscheidenden Phase zeigte der HC Elbflorenz seine Qualität. Die Jungtiger behielten die Ruhe und schafften es, die Fehlerquote zu reduzieren. Gleichzeitig bekam die Defensive wieder besseren Zugriff. Während Berlin zunehmend Schwierigkeiten hatte, mit der gleichen Konsequenz zum Abschluss zu kommen, nutzten die Dresdner ihre Möglichkeiten nun besser. Stück für Stück setzte sich der HC ab und ließ sich den erarbeiteten Vorsprung anschließend nicht mehr nehmen. Mit einem starken Endspurt machten die Jungtiger den Auswärtserfolg endgültig perfekt. Nach einem über lange Zeit offenen Spiel stand schließlich ein 46:40-Sieg auf der Anzeigetafel.

Trotz des Sieges überwog nach der Begegnung zunächst vor allem die Erleichterung. Denn die Partie zeigte nicht nur die Qualität der Mannschaft, sondern auch Bereiche, in denen sich die Jungtiger in den kommenden Wochen weiter verbessern müssen. Insbesondere die Vielzahl an vergebenen Möglichkeiten verhinderte einen souveräneren Spielverlauf. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte sich der HC möglicherweise früher absetzen und die Begegnung kontrollierter gestalten können. Positiv war dagegen die Art und Weise, wie die Mannschaft mit den schwierigen Phasen umging. Weder der frühe 5:9-Rückstand noch der erneute 35:35-Ausgleich in der zweiten Halbzeit brachten die Dresdner entscheidend aus ihrem Konzept. Stattdessen fand das Team jeweils eine Antwort und belohnte sich in der Schlussphase für seine Geduld. Auch die Anpassung in der Deckung erwies sich als wichtiger Baustein. Durch die offensivere Ausrichtung gelang es, mehr Druck auf den Berliner Angriff auszuüben und zusätzliche Ballgewinne für das eigene Tempospiel zu erzeugen.

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