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HC Elbflorenz Dresden
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2. Bundesliga

A-Jugend zeigt Moral zum Bundesliga-Auftakt in Stuttgart

TVB Stuttgart – HC Elbflorenz 45:39

Nach einer intensiven und gelungenen Vorbereitung war die Vorfreude groß: Für die A-Jugend des HC Elbflorenz stand am Samstag endlich das erste Saisonspiel in der Jugendbundesliga Handball auf dem Programm. Zum Auftakt wartete mit dem TVB Stuttgart direkt eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe. In einer torreichen Begegnung mussten sich die Jungtiger am Ende mit 39:45 geschlagen geben, zeigten nach einer schwierigen ersten Halbzeit aber eine starke Reaktion und entschieden den zweiten Durchgang für sich.

Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der beide Mannschaften offensiv viele Lösungen fanden. Während die Dresdner im eigenen Angriffsspiel immer wieder gute Aktionen kreierten, offenbarte die Defensive allerdings früh Schwierigkeiten. Stuttgart präsentierte sich im Angriff sehr variabel, spielte mit viel Bewegung und stellte die Jungtiger immer wieder vor neue Aufgaben. Besonders im individuellen Verhalten fanden die Gastgeber regelmäßig Lösungen und nutzten die sich bietenden Räume konsequent aus. Dem HC gelang es zu selten, den Spielfluss der Stuttgarter frühzeitig zu unterbrechen. Fehlender Zugriff in den direkten Duellen und Probleme im Zusammenspiel der Defensive ermöglichten dem TVB immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten. Die hohe Zahl an Gegentreffern spiegelte dabei sowohl die eigenen defensiven Schwächen als auch die individuelle Qualität der Gastgeber wider. Auf der anderen Seite zeigte der HC Elbflorenz bereits im ersten Saisonspiel, welches Potenzial im eigenen Tempo- und Angriffsspiel steckt. Die Jungtiger suchten konsequent den Weg nach vorne, spielten mutig und fanden immer wieder gute Lösungen gegen die Stuttgarter Defensive.

Doch die positiven offensiven Aktionen reichten im ersten Durchgang nicht aus, um die Schwierigkeiten in der eigenen Abwehr auszugleichen. Stuttgart konnte sich zunehmend absetzen und nahm schließlich einen deutlichen Neun-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeitpause. Damit standen die Dresdner vor einer schwierigen Aufgabe. Statt sich von diesem Rückstand beeindrucken zu lassen, zeigte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel jedoch eine bemerkenswerte Reaktion.

Mit deutlich mehr Entschlossenheit und einer verbesserten Mentalität kehrte der HC aus der Kabine zurück. Vor allem defensiv agierten die Jungtiger nun engagierter und schafften es häufiger, das variable Angriffsspiel der Gastgeber zu stören. Der bessere Zugriff in der Abwehr wirkte sich gleichzeitig positiv auf das eigene Tempospiel aus. Ballgewinne und erfolgreiche Defensivaktionen ermöglichten immer wieder schnelle Angriffe, während auch im Positionsspiel weiterhin gute Lösungen gefunden wurden. Trotz des deutlichen Rückstands aus der ersten Hälfte gab sich die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf. Die Jungtiger kämpften um jeden Ball und arbeiteten daran, den Abstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Die Körpersprache blieb positiv und die Mannschaft zeigte, dass sie bereit war, bis zum Ende um ein besseres Ergebnis zu kämpfen.

Diese Leistungssteigerung wurde schließlich auch auf der Anzeigetafel sichtbar: Der HC Elbflorenz entschied die zweite Halbzeit für sich. Für eine komplette Wende reichte es dennoch nicht mehr. Der Neun-Tore-Rückstand aus den ersten 30 Minuten erwies sich als zu große Hypothek, um die Begegnung in der Schlussphase noch einmal ernsthaft spannend zu machen. Stuttgart konnte von seinem Vorsprung zehren und brachte den Heimsieg trotz der deutlich stärkeren zweiten Hälfte der Dresdner über die Zeit. Nach 60 intensiven und torreichen Minuten stand für die Jungtiger eine 39:45-Auswärtsniederlage zum Bundesliga-Auftakt.

Auch wenn sich die A-Jugend den Start in die neue Saison sicherlich anders vorgestellt hatte, lieferte die Partie bereits wichtige Erkenntnisse für die kommenden Wochen. 39 erzielte Treffer auswärts und viele gute Situationen im Tempo- und Positionsangriff zeigen, dass offensiv bereits vieles funktioniert. Gleichzeitig wurde deutlich, wo in den kommenden Trainingseinheiten der Schwerpunkt liegen muss. Gerade das individuelle und kooperative Abwehrverhalten muss verbessert werden, um gegen die hohe Qualität der Gegner in der Jugendbundesliga über die gesamte Spielzeit bestehen zu können. Positiv bleibt vor allem die Reaktion nach der Pause. Trotz des deutlichen Rückstands ließ sich die Mannschaft nicht hängen, erhöhte die Intensität und belohnte sich mit einer gewonnenen zweiten Halbzeit.

Der Auftakt in Stuttgart zeigt damit beide Seiten: Bereiche, in denen noch viel Arbeit vor den Jungtigern liegt, aber ebenso das vorhandene Potenzial und die Mentalität der Mannschaft. Nun gilt es, die Erfahrungen aus dem ersten Bundesligaspiel mitzunehmen, an den defensiven Themen zu arbeiten und bei der nächsten Aufgabe von Beginn an die Leistung abzurufen, die das Team bereits im zweiten Durchgang in Stuttgart gezeigt hat.

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