Starker dritter Platz bei der Ostdeutschen Meisterschaft in Dessau
Ein besonderer Saisonabschluss liegt hinter den Jungtigern des Jahrgangs 2013. Bei der Ostdeutschen Meisterschaft in Dessau zeigte die D1 des HC Elbflorenz über zwei Turniertage hinweg eine starke Leistung, blieb in der Gruppenphase ungeschlagen und belohnte sich am Ende mit einem hervorragenden 3. Platz.
Bereits die Anreise am Donnerstag stand ganz im Zeichen der gemeinsamen Vorbereitung. Vor der Abfahrt übergab das Trainerteam den Spielern die Meister-T-Shirts, ehe am Abend in Dessau noch einmal bewusst auf die Gegner des ersten Turniertages und die eigenen Stärken als Mannschaft geschaut wurde. Mit gemeinsamen Entspannungsübungen zum Abschluss des Tages ging es fokussiert in die erste Turniernacht.
Ungeschlagene Gruppenphase am Freitag
Am Freitag warteten in der Gruppenphase fünf Spiele auf die Jungtiger. Gespielt wurde jeweils über 2 x 10 Minuten, ohne Möglichkeit eines Team-Time-Outs. Entsprechend wichtig war es, von Beginn an wach und präsent zu sein.
Zum Auftakt gegen den HSV Wildau benötigten die Dresdner nur eine kurze Startphase, um ins Turnier zu finden. Danach übernahmen sie deutlich die Kontrolle, setzten sich früh ab und konnten den gesamten Kader mit allen 16 Spielern rotieren lassen. Am Ende stand ein klarer 27:10-Erfolg.
Auch gegen den BSV Magdeburg entwickelte sich zunächst eine enge Anfangsphase. Ab der 8. Minute fanden die Jungtiger mehr Sicherheit und zogen das Spiel mit etwas geringerer Rotation auf ihre Seite. Die Abwehr stand zwar nicht ganz so stabil wie im ersten Spiel, im Angriff wurden jedoch immer wieder gute Lösungen gefunden. Mit 19:13 ging auch dieses Spiel verdient an den HC Elbflorenz.
Das dritte Gruppenspiel gegen die Füchse Berlin wurde zum ersten echten Härtetest. Zur Pause stand es 9:9, beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Gegen die körperliche Arbeit der Berliner tat sich der Angriff phasenweise schwer, fand aber immer wieder Lösungen. Nach der Pause gehörte die erste Phase den Füchsen, die auf 12:9 (13. Minute) stellten. Doch die Jungtiger bewiesen große Moral. In der Schlussphase wurde die Abwehr zum Schlüssel: Nur noch zwei Gegentore in den letzten sieben Minuten ermöglichten das Comeback und einen umjubelten 15:14-Sieg.
Gegen die JSG Neubrandenburg-Altentreptow starteten die Dresdner stark, verloren dann jedoch etwas den Zugriff und ließen den Gegner zurück ins Spiel kommen. Zur Pause lagen die Jungtiger durch eigene Unsicherheiten mit 9:10 zurück. Im zweiten Durchgang stabilisierte sich das Team wieder, fand aus der Abwehr heraus gute Lösungen im Tempospiel und traf im Angriff bessere Entscheidungen. Am Ende stand ein verdienter 19:16-Erfolg.
Zum Abschluss der Gruppenphase gegen den HBV Jena rotierte das Trainerteam von Beginn an komplett durch. Alle 16 Spieler erhielten Einsatzzeit und konnten sich noch einmal zeigen, während gleichzeitig die Belastung für den zweiten Turniertag verteilt wurde. Mit einem 15:11-Sieg sicherten sich die Jungtiger den Gruppensieg.
Damit beendete der HC Elbflorenz den ersten Turniertag als einzig ungeschlagenes Team beider Gruppen. Besonders überzeugend war die Abwehrarbeit in den entscheidenden Momenten. Das Zentrum wurde immer wieder stark geschlossen, während auch die Rotationen wichtige Beiträge leisteten. Im Angriff zeigte sich das Team spielfreudig, variabel und gefährlich über viele Spieler hinweg.
Halbfinale gegen Magdeburg: starke Leistung bleibt unbelohnt
Am Samstag ging es in der Finalrunde mit längerer Spielzeit weiter: 2 x 15 Minuten und je einem Team-Time-Out pro Halbzeit. Im Halbfinale wartete mit dem SC Magdeburg ein körperlich sehr präsenter und spielstarker Gegner.
Beide Teams zeigten ein hohes Niveau. Magdeburg stellte die Jungtiger mit seiner körperlichen Abwehrarbeit vor große Aufgaben, doch die Dresdner fanden immer wieder gute Lösungen und erspielten sich freie Würfe. In der Anfangsphase wurden diese Chancen konsequent genutzt, im weiteren Verlauf blieben jedoch zu viele klare Möglichkeiten ungenutzt.
Auch defensiv mussten die Magdeburger gegen die Dresdner Deckung hart arbeiten. Die Jungtiger zwangen den Gegner immer wieder zu schwierigen Entscheidungen, doch Magdeburg fand ebenfalls Lösungen und nutzte seine Chancen effizienter. So blieb das Spiel über weite Strecken ausgeglichen, auch wenn die Torverteilung durch die schwächere Dresdner Wurfquote am Ende deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf vermuten ließ. Die abschließende Manndeckung brachte keine Wende mehr, sodass sich der HC Elbflorenz mit 18:23 geschlagen geben musste. Trotz der Niederlage war der Auftritt stark. Das Ergebnis fiel mit fünf Toren Unterschied zu hoch aus und spiegelte die Leistung der Jungtiger nur bedingt wider.
Starke Reaktion im Spiel um Platz drei
Im Spiel um Platz drei kam es erneut zum Duell mit den Füchsen Berlin. Nach der knappen Partie in der Gruppenphase zeigten die Jungtiger diesmal von Beginn an, dass sie sich für ihre Turnierleistung belohnen wollten. Aus einer herausragenden Abwehr heraus übernahmen die Dresdner früh die Kontrolle. Das Zentrum wurde konsequent verteidigt, mit hoher Laufbereitschaft gearbeitet und die Berliner immer wieder zu schwierigen Abschlüssen gezwungen. Gleichzeitig zeigte sich der Angriff spielfreudig und klar in den Entscheidungen. Durch gute Bewegung, viel Tempo und konsequent genutzte Chancen setzten sich die Jungtiger Stück für Stück ab.
Am Ende stand ein verdienter 23:16-Erfolg gegen die Füchse Berlin – und damit der starke 3. Platz bei der Ostdeutschen Meisterschaft.
Nach dem Turnier zeigte sich Nachwuchstrainer Max Domaschke sehr stolz auf die Mannschaft:
„Mit dem Auftritt der Jungs in Dessau können wir nicht stolzer sein. Als gesamte Mannschaft haben wir uns hier von unserer besten Seite gezeigt. Auch wenn die Niederlage gegen Magdeburg im Halbfinale schmerzhaft war – zumal wir aus meiner Sicht nicht das schlechtere Team waren – sind die Jungs mit einer tollen Moral im Spiel um Platz 3 gegen die Füchse aufgetreten und haben sich selbst belohnt. Aus meiner Sicht mit der beste Abschluss, den sich die Jungs nach vier Jahren unter der Leitung von Norbert und mir machen konnten. Daher gilt auch mein Dank den Jungs! Ein dickes Dankeschön muss ich allerdings auch den Eltern zollen, welche hier in Dessau – aber auch über die letzten vier Jahre hinweg – eine großartige Unterstützung für die Jungs und uns Trainer waren.“
Der 3. Platz bei der Ostdeutschen Meisterschaft ist ein großartiger Abschluss einer besonderen Saison für den Jahrgang 2013. Die Jungtiger zeigten über das gesamte Wochenende Teamgeist, Spielfreude, Abwehrstärke und große Moral. Besonders die Reaktion nach dem verlorenen Halbfinale unterstrich den Charakter dieser Mannschaft.
Ein Turnierauftritt, auf den Spieler, Trainer, Eltern und Verein sehr stolz sein können.