Geschlossene Mannschaftsleistung: Perspektivteam gewinnt in Staßfurt
HV Rot-Weiß Staßfurt – HC Elbflorenz 2006 II 29:32 (14:17)
Das Perspektivteam des HC Elbflorenz hat seine nächste Auswärtsaufgabe erfolgreich gemeistert. Beim HV Rot-Weiß Staßfurt setzte sich die Mannschaft von Trainer Gonzalo Tajuelo mit 32:29 (17:14) durch und nahm zwei wichtige Punkte mit nach Dresden. Nach einem starken Beginn mussten die Dresdner zwischenzeitlich den Ausgleich und sogar einen Rückstand hinnehmen, bewiesen in den entscheidenden Phasen jedoch die notwendige Ruhe und Durchsetzungsfähigkeit. Grundlage des Erfolgs waren eine wirkungsvolle offensive 5:1-Abwehr, eine variable Angriffsleistung und ein geschlossener Mannschaftsauftritt.
Die Dresdner starteten entschlossen in die Begegnung. Eric und Till sorgten für die ersten Treffer, ehe Alec und Lucas nachlegten. Bereits in den ersten fünf Minuten erspielte sich das Perspektivteam eine 6:3-Führung und setzte damit früh ein Ausrufezeichen. Staßfurt reagierte mit einer Auszeit, doch zunächst blieb Elbflorenz spielbestimmend. Eric erhöhte auf 7:4, Henrique traf vom Siebenmeterpunkt und Lucas sowie Jozef bauten den Vorsprung weiter aus. Beim 10:5 hatten sich die Gäste bereits ein komfortables Polster erarbeitet. Vor allem die offensive 5:1-Abwehr bereitete den Gastgebern Schwierigkeiten. Mit hoher Aktivität und gutem Zusammenspiel gelang es den Dresdnern, den Spielfluss Staßfurts immer wieder zu unterbrechen.
Um die offensive Dresdner Deckung vor neue Aufgaben zu stellen, setzte Staßfurt im weiteren Spielverlauf wiederholt auf das Spiel mit sieben Feldspielern. Dafür nahmen die Gastgeber bei eigenem Ballbesitz ihren Torhüter vom Feld und agierten im Angriff mit einer 7-gegen-6-Überzahl gegen die sechs Dresdner Abwehrspieler. Mit dieser taktischen Variante versuchte Staßfurt, die offensive 5:1-Abwehr auseinanderzuziehen, zusätzliche Anspielstationen zu schaffen und Überzahlsituationen in Tornähe zu nutzen. Die Dresdner mussten dadurch ihre Zuordnung und Kommunikation immer wieder anpassen. Über weite Strecken gelang es dem Perspektivteam, auch gegen diese Angriffsformation konzentriert zu verteidigen und die Räume gemeinsam zu schließen.
Dennoch fand Staßfurt nach dem zwischenzeitlichen 5:10 zunehmend besser in die Begegnung und verkürzte den Rückstand. Die Gäste behielten zunächst die Übersicht. Jakob und Gustaf setzten wichtige offensive Akzente, Henrique verwandelte einen weiteren Siebenmeter zum 14:10. Auch Moritz und Robin trugen sich in die Torschützenliste ein. Mit einer 17:14-Führung ging das Perspektivteam schließlich in die Halbzeitpause.
Nach Wiederbeginn entwickelte sich eine deutlich engere Begegnung. Staßfurt erhöhte den Druck und arbeitete sich Schritt für Schritt heran. Beim 18:18 gelang den Gastgebern zunächst der Ausgleich, wenig später gingen sie sogar mit 19:18 in Führung. Damit hatte Staßfurt den zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand vollständig aufgeholt und die Begegnung gedreht. Die Dresdner reagierten jedoch abgeklärt. Henrique stellte den Ausgleich her und hatte gemeinsam mit Gustaf entscheidenden Anteil daran, dass Elbflorenz die Führung zurückeroberte. Beim 21:19 aus Dresdner Sicht war die Partie erneut gedreht.
Auch anschließend blieb das Perspektivteam offensiv variabel. Moritz erzielte wichtige Treffer, ehe Maurice auf 24:21 erhöhte. Die Gäste hatten damit wieder etwas Abstand geschaffen, konnten sich jedoch noch nicht entscheidend absetzen. Staßfurt gab sich weiterhin nicht geschlagen und nutzte seine Möglichkeiten, um den Rückstand erneut zu verkürzen. In der 48. Minute gelang den Gastgebern beim 24:24 der nächste Ausgleich. Die Begegnung war damit wieder völlig offen. Gerade in dieser Phase zeigte sich die mentale Stärke des Perspektivteams. Trotz der wiederholten Aufholjagden des Gegners blieben die Dresdner ruhig und fanden im Angriff die richtigen Lösungen. Jakob brachte Elbflorenz mit 25:24 erneut in Führung, Henrique erhöhte anschließend auf 26:24. Staßfurt verkürzte noch einmal auf 25:26, doch Robin antwortete mit zwei wichtigen Treffern in Folge. Beim 28:25 hatten sich die Gäste erneut einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet.
Moritz und Till legten nach und erhöhten auf 30:26. Damit verschaffte sich das Perspektivteam für die Schlussminuten eine wichtige Ausgangsposition. Auch nach dem Vier-Tore-Rückstand blieb Staßfurt bemüht, die Begegnung noch einmal spannend zu machen. Die Gastgeber verkürzten zunächst auf 27:30. Gustaf sorgte anschließend mit seinem Treffer zum 31:27 dafür, dass der Vorsprung wieder vier Tore betrug. Staßfurt antwortete mit dem 28:31 und hielt damit die Hoffnung auf eine weitere Aufholjagd aufrecht.
Doch die Dresdner fanden erneut die passende Antwort. Maurice erzielte das 32:28 und stellte damit den alten Abstand wieder her. Den letzten Treffer der Begegnung erzielten schließlich die Gastgeber zum 29:32-Endstand. Damit brachte das Perspektivteam seinen Vorsprung sicher über die Zeit und belohnte sich für eine konzentrierte Leistung in den entscheidenden Spielphasen.
Der Erfolg in Staßfurt war vor allem das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die offensive 5:1-Abwehr stellte die Gastgeber vor taktische Herausforderungen und zwang sie dazu, wiederholt mit sieben Feldspielern im Angriff zu agieren. Gleichzeitig zeigte Elbflorenz auch offensiv eine große Variabilität. Unterschiedliche Spieler übernahmen Verantwortung und sorgten dafür, dass die Mannschaft selbst in schwierigen Phasen gefährlich blieb. Besonders bemerkenswert war dabei die Reaktion auf die beiden Ausgleichssituationen in der zweiten Halbzeit. Sowohl nach dem zwischenzeitlichen 19:18-Rückstand als auch nach dem 24:24 fanden die Dresdner schnell zurück in die Erfolgsspur.